Forschung

Mein aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Phänomenen des Täuschens und der Täuschung. Im Mittelpunkt steht die Figuration der Hochstapelei als konkretes (historisches) Arrangement von Akteuren, Praktiken und Materialität. Ich untersuche Autobiografien, Dokumentationen, Medienberichte und populärwissenschaftliche Sachbücher mit Schwerpunkt auf dem 20./21. Jahrhundert.

Dabei verfolge ich Fragen nach Bedeutungskonstruktionen und Aushandlungsprozessen, die solche soziokulturellen Geflechte herstellen, begleiten und einordnen. Wie denken und sprechen wir über Hochstapelei, welche Narrative, Motive und Muster tauchen dabei auf, welche Bezüge zu anderen Phänomenen werden hergestellt? Was lässt sich aus Repräsentationen von Hochstapelei über soziokulturelle Zustände erfahren?

Eine wichtige Rolle spielen dabei Fragen nach (historisch spezifischen) Deutungsmustern und ihren Aktualisierungen, implizit thematisierten Werten und Konzepten wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Glaubwürdigkeit, Authentizität, Echtheit, aber auch nach Hochstapeln als sozialer und kultureller Praxis.

Meine Schwerpunkte und Interessen liegen in den Bereichen

  • Diskurs- und Medienanalyse
  • kulturwissenschaftliche Technikforschung, insb. im Bereich Sicherheits- und Körpertechnologien
  • Kultur der Ökonomie
  • kulturelle Praktiken des Täuschens/Hochstapelei im 20. Jahrhundert (Dissertationsprojekt)